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Oliver Reigber begann nach sinem Unfall zu zeichnen, autobiografische Bildergeschichten mit Sprechblasen im Stil von Comics, die zu Büchern gebunden wurden. Was mit der Aufarbeitung seines Lebens begann, fand, zeichnerisch gereift, seinen Weg in die Umsetzung des Dürrenmattklassikers „Der Besuch der alten Dame“. Geschickt wendet er das Mittel der Rückblende an. Die scheinbare Naivität seiner Zeichnungen wird durch einen drastischen Realismus durchbrochen, der sich etwa in der Entmannung von Koby und Loby zeigt. Seine Farbstiftzeichnungen sind mit liebevoller Detailtreue und in intensiver Farbigkeit gezeichnet. Reigber widmet sich mit grosser Ausdauer scheinbar belanglosen Details wie Pflästerungen oder anderen Strukturen. Die Dichte des Farbauftrags verleiht seinen Bildern Plastizität. Oliver Reigber hat ein feines Gespür für optische Dramaturgie und seine Bildgeschichten berühren den Betrachter unmittelbar. Die Betrachterperspektive entspricht oft dem Blick eines Rollstuhlfahrers, so dass Reigbers Lebenssituation sich in seinen Bildern indirekt spiegelt. |
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