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Als Zeichner arbeitet Ronald Saladin wie ein Seismograph. Seine Arbeiten rufen in ihrem gewebeartigen Duktus Erinnerungen an den abstrakten Expressionismus à la Cy Twombly hervor. Manche seiner Bilder signiert Ronald Saladin mit einem markanten R. Mit krakeligem Strich fährt sein Bunt- oder Filzstift über das Papier, erobert die Fläche, die häufig fast ganz gefüllt wird. Manchmal ist der Strich fein, dann wieder dick, weil mit abgeschliffener Spitze des Buntstifts gearbeitet wurde. Ist die Spitze ganz verbraucht, ziehen farblose Furchen ihre Bahn. Es kommt zu spannungsvollen Verdichtungen. Auf einigen Bildern wird die Spannung auch durch den Kontrast von leerem Raum und Strichgeflecht erzeugt. Das Raumgreifende seiner Zeichnungen macht vor den Rändern Halt. Ronald Saladin hat Respekt vor den Rändern, wie er auch im Zwischenmenschlichen meist sehr freundlich und aufmerksam ist. So ist das scheinbar Chaotische doch gebändigt durch formale Rücksichtnahme und Gehaltenheit. |
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