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2005 entdeckt er die Kreativwerkstatt als neuen Wirkungsort für sich. Hier fühlt er sich wohl, aufgehoben und verstanden. Stephan Zeiters Arbeitsplatz ist ein Gedankenlabor. Bedächtig ordnet er Papiere, Zeitungsausschnitte und Tabellen, macht Notizen, skizziert, malt, klebt und collagiert. „Ich suche Zahlen, Wörter, Buchstaben, Symbole und Bilder, vernetze sie, damit am Schluss die Chaostheorie sichtbar wird.“ Seine grossen Collagen scheinen Ordnung in eine Welt bringen zu wollen, die unübersichtlich und schwierig zu verstehen ist. Die Titel der Bilder sind manchmal relativ offen gehalten wie „Das Schweigen“, manchmal sehr konkret wie „2038 n.Chr. BVB“. In „Das Schweigen“ prallen Fremdwörter aus verschiedensten Gebieten aufeinander: Dualität, Reflexion, Radiolyse, Pauperismus, homerische Flut. Die scheinbare Unvereinbarkeit der Begriffe entspricht der phantastischen Logik Stephan Zeiters, mit der er dem Betrachter seine bunten und komplexen Werke wortreich und präzise zu erklären weiss. „Bilder sollten nicht langweilig sein“, sagt er, „man sollte immer wieder etwas Neues in ihnen entdecken.“ |
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