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Malerei Ein wesentliches Merkmal der hier gezeigten Malerei ist die Statik der in den Bildern erscheinenden Objekte. Sie stehen in leeren Räumen, frontal und häufig alleine. Bezüge zu ihrer Grösse oder Umgebung lassen sich kaum ablesen. Dies führt dazu, dass die Objekte über ihre ursprüngliche Bedeutung hinauswachsen und eine exemplarische Haltung annehmen, wie Schauspieler auf einer grossen Bühne und wie solche sind sie in der Lage, die Projektionen der Betrachter auf sich zu ziehen. Die Vase ist nicht mehr das Abbild einer Vase, sondern das Gefäss für die individuelle Sicht derjenigen, die sie anschauen. Die Trennung zwischen dem Bild an der Wand und dem Betrachter davor beginnt sich aufzulösen und es öffnen sich Räume. Dies wird unterstützt durch die Maltechnik. Bei dieser erzeugt ein langer Prozess von aufeinandergelegten Strichlagen die Struktur dichten Gewebes, das bei längerer Betrachtung Vibrationen und Tiefenwirkung zeigt.
Zeichnung
Ganz anders präsentieren sich die Zeichnungen. Die Arbeiten sind
2008 in unregelmässigen Abständen und abhängig von Stimmungen
entstanden. Sie bilden eine Art Protokoll des Jahres. Auf den ersten
Blick scheinen die Zeichnungen mit der Malerei nichts gemein zu haben.
In der Hängung als Gruppe aber lässt sich ein Muster erkennen:
Verdichtungen und tänzerische Bewegungen wechseln sich ab, gestikulierende
Arme greifen vom Zentrum an die Peripherie, ganz als würden Kräfte
um einen Mittelpunkt ringen. Deutlich wird dieses Ringen auf dem Bildschirm,
wo alle Zeichnungen, hintereinandergeschnitten, einen Tanz um eine imaginäre
Mitte aufführen. Das Kraftfeld, das hier grafisch sichtbar wird,
bildet den Untergrund der stillen Energie, die sich in der Statik der
Malerei aufbaut. Die Zeichnungen zeigen auch Spuren der emotionalen
Vorgänge hinter der Bühne der Malerei. Video Während die Malerei die gespannte Oberfläche darbietet und die Zeichnung unterschwelliges Nervengewebe zeigt, widmen sich die Videoarbeiten der Veränderung der Wahrnehmung durch die Vorstellungskraft. Meist langsame Fahrten bilden scheinbar reale Welten ab, die sich aber wandeln und das eben Gesehene stets wieder in Frage stellen. Wenn die Stühle in "la storia" zunächst noch glaubhaft als Möbelstücke vor einer Wand stehen, verändert sich ihre Bedeutung durch die schier endlose Länge des Raumes und die Verwandlung ihrer Umgebung, bis die Stühle zuletzt wie lebende Akteure über die Umgebung dominieren. |
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| TV-Dinner
03 2007, Oel auf Leinwand,50 x 70 cm |
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| Autograph
08 2008, Bleistift auf Papier, 29,7 x 42 cm |
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| Vue
des Alpes, Videostill 2005, DVD 12` |
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